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Handel im regulatorischen Nebel Im Fokus

Markt Im Fokus: 

Bitcoin startete am Montag mit einem Minus in den asiatischen Handel und gab um etwa 3 % nach, um bei etwa 92.500 USD zu notieren. Dieser Rückgang deutet darauf hin, dass die jüngste, durch Derivate angeheizte Rallye an Schwung verloren hat, was die nach wie vor fragile Marktbasis unterstreicht, auch wenn der starke Verkaufsdruck, der Ende 2025 zu beobachten war, allmählich nachlässt. Es ist zu beobachten, dass es zu einer erheblichen Bereinigung des Systems gekommen ist, wobei in den letzten 24 Stunden Krypto-Positionen im Wert von über 680 Millionen US-Dollar liquidiert wurden. Davon waren rund 600 Millionen US-Dollar Long-Positionen, was darauf hindeutet, dass die bullische Seite des Marktes überfüllt war.

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Die regulatorische Klarheit blieb während der gesamten Woche ein wichtiger Treiber für die Stimmung. Der Bankenausschuss des Senats arbeitet weiterhin an der Überarbeitung des Digital Asset Market CLARITY Act, einem Rahmenwerk, das über seinen ursprünglichen Anwendungsbereich hinausgewachsen ist und nun auch DeFi, Stablecoins und Verbraucherschutz umfasst. Während bei der Festlegung regulatorischer Grenzen auf der Grundlage von Entscheidungsbefugnissen statt Labels Fortschritte erzielt werden, bleibt der weitere Weg unklar. 

Eine für den 15. Januar geplante wichtige Markup-Sitzung wurde aufgrund von Widerstand seitens der Branchenführer verschoben, insbesondere hinsichtlich der Beschränkungen für Stablecoin-Renditen und tokenisierte Aktien. Diese Verzögerung im Gesetzgebungsverfahren führt zu einer Unsicherheit, die der Markt derzeit nur schwer einpreisen kann.

Der Anstieg auf 97.000 US-Dollar Anfang letzter Woche war weitgehend mechanischer Natur und wurde eher durch Derivate-Ströme und Short-Liquidationen als durch eine anhaltende Welle von Spot-Akquisitionen angetrieben. Eine Angebotszone von Langzeitinhabern in der Nähe der Höchststände des vorherigen Zyklus kann als ein Faktor angesehen werden, der weiterhin als Obergrenze für die Preisentwicklung fungiert. Zwar gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung, wie z. B. eine Verlangsamung der Verteilung unter Langzeitinhabern und eine zunehmende Dominanz der Käufer an den großen Börsen, doch bedeutet das Fehlen einer konsistenten, hohen Spot-Nachfrage, dass der Markt weiterhin sehr empfindlich auf Veränderungen bei der Hebelwirkung und Liquidität reagiert.

Die Aktivitäten institutioneller Anleger sorgten diese Woche für einen dringend benötigten Lichtblick. Die Bekanntgabe eines Bitcoin-Kaufs durch Strategy im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar stärkte die Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage seitens der Finanzministerien. Dieser institutionelle Optimismus steht jedoch derzeit im Widerspruch zur Stimmung der Privatanleger. In den USA wird Bitcoin weiterhin mit einem Abschlag gegenüber dem globalen Durchschnitt gehandelt, was darauf hindeutet, dass die Privatanleger weiterhin zögerlich sind. Diese Divergenz ist ein wichtiger Indikator, da sie oft einer Phase der Konsolidierung innerhalb einer bestimmten Bandbreite vorausgeht.

Schließlich sorgte auch das allgemeine makroökonomische Umfeld an diesem Montag für erheblichen Druck. Während Bitcoin zu kämpfen hatte, stieg Gold angesichts erneuter geopolitischer Spannungen nach der überraschenden Ankündigung von 10 %-Zöllen für mehrere europäische Länder auf 4.600 $. Diese „Risikoaversion” traf den Altcoin-Markt besonders hart, wobei wichtige Vermögenswerte wie SOL, SUI und ZCash starke Verluste zwischen 6 % und 10 % verzeichneten. Das Zusammenspiel zwischen Handelspolitik und Volatilität digitaler Vermögenswerte war selten so ausgeprägt wie derzeit, was die Notwendigkeit einer vorsichtigen Herangehensweise in den kommenden Tagen unterstreicht.

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Ausblick:

Es ist davon auszugehen, dass der Markt weiterhin sehr volatil bleiben wird, da er die jüngsten Zollschocks und Verzögerungen bei der Gesetzgebung in Washington verdaut. Der Fokus liegt weiterhin darauf, ob Bitcoin die Unterstützung über seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt halten kann und ob sich der derzeitige Abschlag an den US-Börsen verringert, was auf eine Rückkehr der Spot-Nachfrage hindeuten würde. Jegliche Nachrichten über eine Verschiebung der Senatsanhörung oder eine Verlagerung hin zu einem stärker fokussierten Gesetzentwurf zur Marktstruktur werden der wichtigste Katalysator für eine mögliche Trendumkehr sein.

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