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Februar 23
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Der Markt für digitale Assets begann die Woche in einer Konsolidierungsphase, in der sich Bitcoin auf etwa 64.700 USD einpendelte – ein Rückgang von 5 % in den letzten 24 Stunden. Diese Preisbewegung folgt auf eine Verschiebung aus dem Bereich von 67.000 USD am Wochenende, während der Markt nach einem neuen Gleichgewicht sucht. Daten der jüngsten Sitzungen deuten darauf hin, dass neuere Investoren, die vor kurzem noch Verluste von etwa 1,24 Milliarden USD pro Tag realisierten, diesen Wert deutlich auf etwa 480 Millionen USD reduzieren konnten. Dies lässt darauf schließen, dass die Phase der dringenden Verkäufe in eine stabilere Bodenbildungsphase übergeht, in der der Markt die jüngsten Bewegungen verarbeitet, anstatt auf unmittelbare Preisschwankungen zu reagieren.
Bitcoin Price:
Die aktuelle Börsendynamik zeigt eine Verschiebung im Profil der Marktteilnehmer, wobei Großanleger nun einen bedeutenderen Anteil an den Zuflüssen auf Handelsplattformen ausmachen. Fast zwei Drittel der Bitcoins, die auf die Börsen fließen, stammen von den zehn größten täglichen Einzahlungen, was darauf hindeutet, dass institutionelle Einheiten derzeit aktiver sind als Privatanleger. Unterdessen verzeichnete der Altcoin-Sektor einen Anstieg der durchschnittlichen täglichen Einzahlungen auf etwa 49.000 im Jahr 2026, gegenüber 40.000 Ende 2025. Diese erhöhte Aktivität bei alternativen Token deutet häufig auf eine Phase der Neukalibrierung und eine höhere Sensibilität gegenüber allgemeinen Markttrends hin.
Auf der institutionellen Seite verzeichneten Bitcoin-ETFs die fünfte Woche in Folge Nettoabflüsse, was eine vorsichtigere Haltung professioneller Allocatoren widerspiegelt. Dieser Trend steht im Einklang mit den jüngsten US-Wirtschaftsdaten, die ein BIP-Wachstum im vierten Quartal von 1,4 % und einen PCE-Preisindex von 2,9 % auswiesen. Die Kombination aus moderatem Wachstum und anhaltender Inflation hat zu einem neutraleren Ausblick hinsichtlich der Zinsanpassungen der Federal Reserve geführt. Infolgedessen warten viele Anleger auf klarere Signale der Geldpolitik, bevor sie ihr Engagement in digitalen Vermögenswerten erhöhen.
BTC/ETH ETF's Netflows:
Entwicklungen in der US-Handelspolitik und den internationalen Beziehungen spielen ebenfalls eine Rolle im aktuellen Marktumfeld. Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs zu früheren Handelsprogrammen wurde ein neuer globaler Zollsatz von 15 % angekündigt, was eine gewisse Unsicherheit in die globalen Aktienmärkte brachte und zu einem leichten Rückgang der Nasdaq-Futures führte. Der geopolitische Fokus liegt weiterhin auf dem Iran, da die US-Regierung ein neues Abkommen über dessen Atomprogramm anstrebt. Diese Faktoren haben zu einem Anstieg traditioneller Rohstoffe beigetragen, wobei Gold und Silber im Aufwärtstrend liegen, während Anleger ihre Portfolios gegen potenzielle Handelsverschiebungen absichern.
Im weiteren Verlauf der Woche konzentriert sich der Markt darauf, ob das Niveau von 65.000 USD als beständiger Pivot-Punkt für Bitcoin dienen kann. Während der jüngste Preisrückgang einen Teil des unmittelbaren Verkaufsdrucks bereinigt hat, wartet die breitere Struktur auf einen neuen Katalysator. Die Korrelation zwischen digitalen Vermögenswerten und traditionellen risikosensitiven Märkten bleibt eng, da beide Sektoren auf die gleichen geopolitischen und makroökonomischen Variablen reagieren. Vorerst liegt der Fokus weiterhin auf der Qualität der Börsenflüsse und der Stabilisierung der institutionellen Stimmung.
Wir werden das Unterstützungsniveau von 65.000 USD genau beobachten, um zu sehen, ob es die Grundlage für eine nachhaltigere Erholung bietet. Ein Schlüsselereignis in dieser Woche wird der Ergebnisbericht von Nvidia am Mittwoch sein, der oft als Indikator für die Stimmung im Technologie- und KI-Sektor dient und korrelierte digitale Assets beeinflussen könnte. Darüber hinaus wird jede weitere Klarheit über die Umsetzung der neuen Zollstrukturen oder diplomatische Entwicklungen in Bezug auf den Iran entscheidend für die Einschätzung des globalen Risikoappetits sein. Schließlich achten wir auf eine potenzielle Trendwende bei den ETF-Flussmustern, da ein Ende der fünfwöchigen Abflusssträhne ein wichtiges Signal für erneutes institutionelles Vertrauen auf dem aktuellen Preisniveau wäre.